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Mehr Sauerstoff während der OP?
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Eine Studie aus Spanien bestätigt die Hypothese, nach der sich durch eine erhöhte Sauerstoffzufuhr während und nach einer Operation das Risiko von Wundinfektionen verringern lässt. Der Nachweis erfolgte bei kolorektalen Eingriffen.

In der randomisierten, doppelblinden Studie war das Risiko einer Wundinfektion bei Patienten, die 80% Sauerstoff erhalten hatten, um 39% geringer als bei Patienten, denen unter den gleichen Bedingungen 30% Sauerstoff verabreicht wurden. Das relative Risiko betrug in der Gruppe mit höherer Sauerstoffzufuhr demnach 0,61 bzw. nach Korrektur für wichtige Kovariaten sogar 0,46. „Der zusätzliche Sauerstoff scheint mit geringen Risiken verbunden zu sein und die Kosten kaum zu erhöhen, so dass er im Rahmen einer Qualitätsverbesserung bei der chirurgischen Versorgung berücksichtigt werden sollte“, betonen F. Javier Belda, Hospital Clinico Universitario, Valencia, Spanien, und Kollegen in ihrem Fazit.

Sie hatten die Studie durchgeführt, weil Daten zum Einfluss des perioperativen Sauerstoffgehaltes auf das Risiko von Wundinfektionen bisher widersprüchlich waren. Die Forscher teilten 291 Patienten vor einem elektiven kolorektalen Eingriff in zwei Gruppen auf. Die Anästhesie erfolgte unter standardisierten Bedingungen, doch der Sauerstoffgehalt während sowie sechs Stunden nach dem Eingriff unterschied sich. In den ersten 14 Tagen nach der Operation traten in der Gruppe mit 80% Sauerstoff bei 22 Patienten (14,9%) und in der Gruppe mit 30% Sauerstoff bei 35 Patienten (24,4%) Wundinfektionen auf. In der letzten Gruppe verstarben zwei Patienten auf Grund dieser Komplikation.

In dem zugehörigen Editorial von JAMA stimmt E. Patchen Dellinger, University of Washington School of Medicine, Seattle, USA, dem Fazit der Studienautoren zu. Er hält zwar größere Studien zu dieser Frage für notwendig, fordert aber zugleich Chirurgen dazu auf, nicht erst deren Ergebnisse abzuwarten.

Belda FJ, et al. Supplemental perioperative oxygen and the risk of surgical wound infection: a randomized controlled trial. JAMA. 2005;294(16):2035-42